Leserbrief einer Mutter zum Distanzunterricht

Frau Döring hat zwei Kinder an der Tilly-Realschule. Ihr Sohn besucht die 10. Klasse, ihre Tochter die 6. Klasse. Sie hat einen Brief an den Donaukurier geschrieben, in dem sie sich zum Distanzunterricht an unserer Schule äußert. Er wurde auszugsweise am Mittwoch, 10. Februar 2021, im Donaukurier veröffentlicht. Frau Döring hat uns freundlicherweise den Brief überlassen, sodass wir ihn unseren Lesern in ungekürzter Fassung zur Verfügung stellen dürfen. Wir freuen uns, wenn Sie sich für den Brief etwas Zeit nehmen und bedanken uns bei Frau Döring für die Möglichkeit der Veröffentlichung.


Unsere beiden Kinder besuchen die 6. und 10. Klasse der Tilly Realschule in Ingolstadt. Der Distanzunterricht wird hier m.E. hervorragend umgesetzt: der Unterricht verläuft gemäß Stundenplan komplett online, alle Fächer außer Sport werden unterrichtet. Die Lehrer stehen zusätzlich für Fragen und Sorgen jederzeit per Email zur Verfügung oder rufen zurück. Mehr Kontakt zwischen Schülern und Lehrern kann ich mir unter den derzeitigen Umständen wirklich nicht vorstellen. Ein großes Lob an dieser Stelle an ALLE engagierten Lehrerinnen und Lehrer, die täglich ihr Bestes geben und neben ihrem Lehrauftrag trotz Distanz versuchen, eine Klassengemeinschaft zu erhalten. So jedenfalls ist unsere Erfahrung an der Tilly RS. Viele dieser Lehrer sind selber Eltern und haben ihre eigenen Kinder im Homeschooling. Wir sitzen quasi alle im selben Boot.


Aber egal wie fortschrittlich die jeweilige Schule ihren Distanzunterricht gestalten kann, alle haben eins gemeinsam: unsere Kinder werden seltsam still, die sozialen Kontakte schlafen ein, Schule und selbst Sportverein - alles findet im Online-Modus statt. Den Kindern fehlt es an Motivation und selbst fleißigen Bienchen geht langsam die Puste aus.


Ich verstehe, dass nicht nur durch die verfrühten Weihnachtsferien teilweise große Lücken entstehen und man das durch den Wegfall der Faschingsferien auffangen möchte. Zumal man ja auch keine Urlaubsreisen derzeit machen kann. Doch es bedeutet auch: 11 Wochen Unterricht ohne Verschnaufpause für Schüler, Eltern und auch Lehrer bis Ostern, Zoff und Diskussionen zwischen Eltern und Kindern wegen nicht erledigter Arbeitsaufträge, 11 Wochen, in denen in vielen Familien statt ein bisschen Normalität nur der mehr oder weniger abgearbeitete Wochenplan der Schulkinder das einzige Gesprächsthema ist oder aber 11 Wochen, in denen Kinder zu Hause sich mehr oder weniger selbst überlassen sind, keinen Ansprechpartner haben bei Fragen zum Unterrichtsstoff oder zum Leben an sich.


Kinder brauchen Gemeinschaft und soziale Kontakte, damit aus ihnen junge Erwachsene werden, die für sich aber auch für andere einstehen.



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